Nachhaltig Handeln, ZeroWaste

Nachhaltig Ausmisten – wohin mit dem Zeug?

Das Frühjahr ist die beliebteste Zeit zum Ausmisten! Der Frühjahrsputz bringt uns dazu in alle Schränke und Ecken zu schauen. Dann schleicht sich dieses Gefühl ein „Alles“ loswerden zu wollen. So geht es jedenfalls mir.

Um ehrlich zu sein bin ich seit letztem Jahr schon dabei immer wieder auszumisten. Das Lied „Leichtes Gepäck“ ist dabei nicht ganz unschuldig. Seit Anfang des Jahres geht es meinem Hab und Gut aber so richtig an den Kragen.

Ausmisten = Minimalismus?

Nein, Minimalismus ist nicht mein oberstes Ziel. Aber der Grundgedanke des Minimalismus ist sehr nachhaltig:

Brauch ich diesen Gegenstand wirklich?

Oder wie die Autorin Marie Kondo sagen würde:

Macht mich dieser Gegenstand glücklich?

Denn das ist ein Aspekt der Nachhaltigkeit. Nur Dinge zu besitzen oder neu zu kaufen die man auch wirklich braucht. Niemand hat etwas davon, wenn die Jeans in deinem Kleiderschrank vergessen wird oder der Topf in der Küche bei dir nie zum Einsatz kommt.

Andere Menschen können diese Gegenstände aber vielleicht sehr gut gebrauchen. Ob du sie verkaufst oder spendest ist dabei egal. Alles ist besser, als Müll zu produzieren. Aber wohin mit den Dingen?

Kleidung spenden

Kleidung wird vermutlich am häufigsten ausgemistet. Bei mir geht das jedenfalls immer öfter… Kleiderspenden werden immer passend zu den Jahreszeiten gebraucht. Die großen Organisationen wie die Caritas, das DRK oder die Diakonie haben dafür in vielen Städten Kleiderkammern. Utopia.de hat zum Thema Kleiderspende eine ausführliche Linksammlung bereitgestellt.

Wenn du besondere, schöne Teile nach dem Ausmisten übrig hast kannst du sie auch an die „Kleiderei“ spenden. Die Funktioniert wie eine Bücherei, nur das man dort Kleidung leihen kann. Die Mädels freuen sich immer über deine gut erhaltenen Lieblingsteile und benennen dann sogar „deine Kollektion“ nach dir.

Sozialkaufhäuser

In Sozialkaufhäusern finden sich neben Klamotten auch Haushaltsgegenstände und Co wieder. Leider sind diese im Internet nicht immer gut zu finden. Ich habe diese Übersichten entdeckt: Sozialkaufhäuser in Berlin, Sozialkaufhäuser in Hamburg oder Sozialkaufhäuser Deutschland.

Eine Seite die in Zukunft dabei helfen könnte soziale Einrichtungen, die Spenden annehmen, zu finden ist „Wohin damit?“. Hier kannst du alle sozialen Sammelstellen für Spenden eintragen und schnell die entsprechenden Abgabestellen in deiner Nähe finden.

Facebook

In so ziemlich jeder Stadt gibt es Facebookgruppen in denen Spenden oder Dinge gegen kleines Geld gesucht werden. Das kann von Kleidung bis hin zu Möbeln alles sein. Einfach mal durchsuchen. Die Gruppen heißen häufig sowas wie „Helfen helfen in…“ oder „ Suche, biete in…“.
Meistens gibt es ein oder zwei Menschen die besonders engagiert sind. Die könnt ihr auch direkt anschreiben und nach Möglichkeiten fragen, wo in eurer Stadt Spenden gebraucht werden.

Verkaufen

Für manche Dinge möchte man gerne noch ein bisschen Geld bekommen bzw. gibt es Sachen, die sich nicht als Spende eigenen.

Du kannst versuchen deine Sachen in Secondhandläden abzugeben. Die gibt es nicht nur für Kleidung, sondern auch für PC Spiele, Möbel und CO. Auf „Secondhand Guide“  sind viele Secondhand – und Vintage Läden eingetragen. Bisher leider nur für Leipzig, Berlin, Köln, München und Hamburg.
Der gute alte Flohmarkt ist natürlich auch noch eine wunderbare Möglichkeit. Gerade wo es jetzt wärmer wird, macht das großen Spaß.

Wenn du deine Sachen lieber Online verkaufen möchtest, gibt es eine nachhaltigere Alternative zu Ebay und Co: Fairmondo.de.
Das und einige andere Möglichkeiten, werde ich in den nächsten Wochen auch ausprobieren. Der Flohmarktstand ist schon gebucht und das Ausmisten noch nicht beendet. Wie das loswerden der Sachen bei mir geklappt hat, erzähle ich dir dann gerne.

Hast du noch andere Tipps für mich?

 

Previous Post Next Post

You Might Also Like

1 Comment

  • Reply Kristina 5. September 2017 at 20:29

    Sehr guter Beitrag!
    Mir hat auch Marie Kondo den entscheidenden Denkanstoß zum Ausmisten gegeben. Schön, dass immer mehr Leute auf den Zug aufspringen und bewusster mit ihren Sachen umgehen. Wir brauchen eigentlich so wenig um wirklich glücklich zu sein. Schade, dass viele Leute denken man wäre spießig oder ähnliches. Wenn man bewusst konsumiert, finde ich Konsum auch gar nicht mehr so dramatisch.
    Liebe Grüße!

  • Leave a Reply