Green Blogger Meet Up - nachhaltig Bloggen
Gedankenkarussell

Nachhaltig Bloggen – geht das? – Das Green Blogger Meetup 2016

Erst vor zwei Wochen habe ich von dem Green Blogger Meetup in Köln erfahren und war traurig, dass es bereits ausverkauft war. Allerdings auch logisch. Die grünen Blogger scheinen nur darauf gewartet zu haben, dass es so etwas endlich gibt.

Dann hatte ich Glück. Zwei Tage vorher wurde ein Platz frei und nach einem kurzen Email Austausch und einem Telefonat war ich dabei.

Wie aufregend!

So kam ich ziemlich unvorbereitet und etwas verspätet am vergangen Samstag im Store von FunktionSchnitt an. Die Führung durch den Store samt Einblick in die Produktion und die Materialien  war schon in vollem Gange. Und dann die erste Ernüchterung: Es gab geliefertes Frühstück in Plastikverpackung. Wo bin ich hier? Greenwashing bei Bloggern? Okay, es ist recyceltes Bioplastik, welches laut Homepage sogar kompostierbar ist (das hätte ich gern ausprobiert).
Kurz aufatmen. So etwas bekommt man wohl nicht mit, wenn man zu spät kommt… Das Essen war lecker, aber etwas unwohl habe ich mich schon gefühlt. Wird es auch wirklich recycelt oder kommt es in den Restmüll. Wenigstens den Löffel habe ich weg gelassen und mit meiner Gabel den Chiapudding genascht.

Wohin geht der Tag?

Die ersten Gespräche beginnen und ich entspanne mich. Mit dem Fahrrad oder der Bahn (wie sonst sollten GreenBlogger reisen?) geht es zur zweiten, sehr schönen Location dem Colabor. Und ein wunderbarer Tag nimmt seinen Lauf. Nicht nur, dass es den ganzen Tag leckeres Essen, Getränke, Kaffee und etwas zum Naschen gibt – ja, das leibliche Wohl ist schon sehr wichtig bei Events – vor allem die Vorträge und Diskussionen waren irre inspirierend und spannend.

Green Blogger Meet Up - nachhaltig Bloggen?

Wie geht nachhaltig Bloggen?

Eigentlich ist jeder Konsum nicht nachhaltig, da immer Ressourcen und Materialien verwendet werden um es herzustellen. Und natürlich Müll, sagt Olga von dem neuen „unverpackt Laden“ Tante Olga in Köln, während ihres Vortrags. Und auch Anna und Marcus von Viertel \Vor sagen „Weniger ist mehr“.  Kann ich also über nachhaltige Produkte Bloggen und grün sein? Darf ich dir von nachhaltigen Firmen erzählen, auch wenn ich selber nur wenig Konsumiere? Der Umwelt wegen?

 Unsere Aufgabe als Green Blogger

Ja, das „darf“ ich. Gerade als Blogger können wir uns der Aufgabe annehmen nachhaltige Firmen und Produkte aus ihren Nischen zu Holen. Grün ist cool. Mit Öko setzt man ein Statement. Es geht darum Alternativen zu herkömmlichen Produkten zu präsentieren und zu zeigen, dass diese ebenso chic, praktikabel und cool sind (wenn sie es denn auch sind).

Auch in der Diskussion zum Thema Fair Fashion kam der Gedanke auf, ob Blogger nicht immer irgendwie zum Konsumieren anregen. Justine von justinekeptcalmandwentvegan sieht sich eher als Inspirationsquelle um zu zeigen, Fair Fashion nichts mit „Jesuslatschen“ zu tun hat.

Und dabei ehrlich sein. Sagen, dass die Teile schon ewig im Kleiderschrank sind  Second Hand sind oder auch nur ausgeliehen, um klar zu machen: Immer neu kaufen muss nicht sein.

Authentizität war auch der erste Tipp von Jess von Alabaster Blogzineund Franziska von Veggie Love zum Umgang mit Kooperationen mit Firmen.

Und genau das möchte ich mir zu Herzen nehmen. Ehrlich sein. Zum Beispiel damit, dass die wirklich prall gefüllte Goodie-Bag mir etwas schwer im Magen sitzt. Klar, ich mag Geschenke und das Auspacken am Abend war wie Weihnachten. Wir wurden den ganzen Tag von wirklich tollen, grünen Sponsoren beschenkt. Aber dennoch sind einige Dinge dabei, die ich einfach nicht gekauft hätte. Andererseits wurde ich so überrascht. Zum Beispiel mit kompostierbaren Teebeuteln, die sich wie Kunststoff anfühlen (das wird getestet) oder mit Aufsätzen um Flaschen zu Salz- und Pfefferstreuern zu machen.

 

In jedem Fall fühle ich mich wunderbar reich beschenkt! Nicht nur an Dingen, sondern viel mehr an Begegnungen, Gedanken, Inspiration und Menschen die nachhaltige Werte weiter voran bringen wollen. Anders gesagt: Wir sind viele und es gibt Möglichkeiten.

 

Vielen Dank an Anna und Julia von Subvoyage und Leonie von Glowing für diesen irren Tag. Ich bin immer noch baff was ihr da auf die Beine gestellt habt und freue mich irre euch starke Frauen kennen gelernt zu haben. An euch und alle die da waren: Danke.

 

Da ich selber keine Fotos vor Ort gemacht habe: Hier sind ganz viele.

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4 Comments

  • Reply Wiebke 20. Oktober 2016 at 22:01

    Hi Stefanie,
    ich finde, dass du den Tag ganz wunderbar zusammengefasst hast – total toll, dass du so kurzfristig noch eine Karte bekommen hast! 🙂
    Ich muss sagen, dass ich mir auch ein paar Gedanken über die Goodie Bag gemacht habe. Der letzte Vortrag war ja der von Olga zum Thema Zero Waste und ich habe mich beim Auspacken gefragt: Hat die ohne Plastik lebende Bloggerin vorher in die Tüte geschaut und die Sachen mit Plastik gleich dort gelassen? Hätte ich das vielleicht auch machen sollen – aber wäre das nicht auch unhöflich gewesen, ein paar Dinge auszusortieren und da zu lassen? Wie könnte man das Problem in Zukunft lösen? Eine Art „Buffet“ am Ende daraus machen? Aber sind dann auch alle Sponsoren am Ende happy?
    Ich glaube, dass es einigen mit diesen Gedanken so ging. Eine kleine Wundertüte zu verteilen, bei der man nicht weiß, wer was daraus mag, und das Wort „Nachhaltigkeit“ gehen ja irgendwie dann doch nicht wirklich gut zusammen. Obwohl ich sagen muss, dass ich für alle Produkte Verwendung habe – auch wenn ich, genau wie du, sie mir nicht alle selbst gekauft hätte…
    Schau’n wir mal, wie das im nächsten Jahr gelöst wird, würde ich sagen! 🙂 Ansonsten war ja wirklich an ALLES gedacht und vom Haaransatz bis in die Fußspitzen auf Nachhaltigkeit abgeklopft. Das haben die Mädels echt so super gemacht. 🙂
    Hat mich sehr gefreut, dich dort kennen zu lernen!
    Liebste Grüße
    Wiebke

    • Reply Stefanie 21. Oktober 2016 at 17:53

      Liebe Wiebke,
      Dein Kommentar gefällt mir, danke! Ja, die Gedanken zur Goodie Bag kann ich verstehen. Einerseits finde ich die „Buffet-Idee“ ganz gut, andererseits „Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“. Und das mit der Höflichkeit stimmt auch. Oder wir müssen uns an der Stelle entspannen und können eben nicht immer perfekt handeln. Da kommt mir das Otter Bild wieder in den Kopf. 😉
      Ein schönes Wochenende dir und bis bald,
      Stefanie

  • Reply HerbertFaush 12. Januar 2017 at 11:55

    Hallo,

    interessante und informative Beiträge hier, super. Habe längere Zeit als stiller Gast nur mitgelesen und mich jetzt mal angemeldet.
    Ich würde mich freuen, wenn ihr bei Gelegenheit auch einmal auf meinem Blog zum Thema Textilreinigung vorbeischauen würdet.

    Alles Liebe

    Herbert

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    • Reply Stefanie 16. Januar 2017 at 10:36

      Lieber Herbert!
      Danke für deinen Kommentar. Das freut mich sehr!
      Deine Seite ist ja sehr interessant. Da werde ich mich mal schlau machen um den ein oder anderen Fleck zu erwischen.
      Liebe Grüße,
      Stefanie

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