Regional, Saisonal - Nachhaltiges Essen, bio, Regionalität, Saisonaliät
Konsum, Lebensmittel

Regional und Saisonal – Nachhaltiges Essen!

Wir gehen in den Supermarkt und es gibt einfach alles: Papaya, Kartoffeln, Gurken aus Spanien oder Äpfel aus Neuseeland. Wir sind in Deutschland daran gewöhnt, dass wir jedes Gemüse immer bekommen und beschweren uns, wenn die Avocado aus Chile noch nicht reif ist, der Kürbis aus Spanien im Sommer zu klein oder  der Spargel aus China im Herbst holzig schmeckt.

Wunder, oh Wunder

Wenn das Obst und Gemüse aus Übersee kommt hat es schon einen ordentlichen Weg hinter sich. Das beeinträchtigt nicht nur die Qualität der Lebensmittel aus Übersee, sie benötigen durch Transport und Lagerkosten auch 11-mal mehr Primärenergie, stoßen 11-mal so viel Kohlendioxid (CO2) aus und 28-mal mehr Schwefeldioxid als heimische Produkte.

Dazu kommt, dass es bei konventionellem wie bei bio Lebensmitteln andere Richtlinien gibt als in Deutschland oder Europa.  In Gemüse und Obst aus Übersee finden sich deutlich mehr Pestizidrückstände.

Regional – der Umwelt zu liebe

Auf www.dein-bauernladen.de kannst Bauernläden in deiner Nähe finden. Ich bekomme alle zwei Wochen eine regionale Gemüsekiste von einem Biohof aus meiner Nähe. Mir macht es unglaublich Spaß zu sehen, was der Hof dieses Mal mir bereitstellt. So ist mein Gemüse regional und Saisonal. Womit wir beim zweiten Punkt wären:

Regional und saisonal

Die Spargelzeit kennen wir Deutschen doch sehr gut. Im Frühjahr warten wir quasi schon darauf, dass die Restaurants die Spargelkarte rausholen.  Gehörst du auch dazu? Wieso wartest du nicht mal auf die Kürbis Zeit? Oder die Tomaten Zeit? Diese hat gerade begonnen und ich sage dir: Seit dem ich weiß, wieRegional und Saisonal - Nachhaltiges Essen, bio, Regionalität, Saisonaliät gut Biotomaten, am besten aus dem eigenen Garten, zur Saison schmecken können warte ich gerne sehnsüchtig darauf.

Nicht alle Gemüse und Obst Sorten die aus Deutschland und Europa kommen haben automatisch Saison. Einige werden in Gewächshäusern gezüchtet, welche hohe Energiekosten verursachen.  Viele dieser Gemüse werden zudem in Substrat statt „natürlicher „ Erde gezogen. Ich finde so etwas immer ein wenig seltsam.
Übrigens habe ich beobachtet, dass Saisonales Gemüse häufig nicht nur größer ist, sondern auch günstiger als im Rest des Jahres.

Klar, in Restaurant oder Unterwegs kann man nicht immer auf alles achten. Aber beim wöchentlichen Essensplan kann man schon mal einen Blick auf den Saisonkalender werfen. Gerade im Sommer ist das ein leichtes. Im Winter muss man etwas kreativer werden, allerdings finde ich das richtig spannend.
Es gibt viele Saisonkalender. Dieser hier ist kostenlos von Utopia.de und dieser ist wunderschön, von Pia Kraftfutter.

Bio?

Du hast schon gemerkt, dass ich oft von Biolebensmitteln spreche. Wie mit allen Dingen muss jeder selber entscheiden ob ihm das eine oder das andere mehr wert ist. Sicher stimmt es, dass einige Biolebensmittel teurer sind. Aber das hat auch seine Berechtigung. Wenn es dir das aber nicht wert ist, ist das ok. Jeder setzt seine Prioritäten anders.

Ich spreche hier übrigens nicht über das EU Biosiegel sondern eher von „Demeter“, „Bioland“ und Co. Allerdings wenn ich jetzt noch über das Pro von Biolebensmitteln schreibe (Monokultur, Pestizide, Bodenzerstörung, wenig Geld für Bauern…)  wird das etwas viel.  Sollte es dich doch genauer Interessieren schreib es mir doch einfach in die Kommentare.

Fazit

Regional und Saisonal, am besten Bio (nochmal: ich meine nicht das EU-Biosiegel) sind meiner Meinung nach die Faktoren für eine nachhaltige Ernährung.  Dass ich dabei von wenig bis gar keinen tierischen Produkten ausgehe, muss ich denke ich nicht erklären. 😉

Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regeln. Gerade wenn ich unterwegs bin. Und wenn durchaus auch mal eine Banane oder Avocado auf meinen Teller landet versuche ich diese ganz bewusst und mit viel Genuss zu verspeisen.

 

 

 

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2 Comments

  • Reply Jessi 29. August 2016 at 13:16

    Liebe Steffi, du hast ja so recht! Man muss sich erstmal etwas überwinden, eben nicht quer durch die Bank einzukaufen, sondern sich mal damit auseinander zu setzen, was gerade überhaupt Saison hat. Aber es lohnt sich! Ebenso wie die dreckigen Fingernägel vom Buddeln im eigenen Gemüsegarten (wenn man den Luxus hat). Wir werden gerade mit eigenen Kartoffeln, Bohnen und Tomaten verwöhnt und freuen uns jetzt schon auf den wunderbar wachsenden Kürbis (dessen Blätter man ja sogar auch essen kann 😉 ) … Genuss und gutes Gewissen der Umwelt gegenüber!

    Liebste Grüße,
    Jessi

    • Reply Stefanie 7. September 2016 at 13:51

      Liebe Jessi,
      Danke für deinen schönen Kommentar! Ab und an ein wenig mit den Lebensmitteln auseinander setzen recht schon um etwas zu verändern.
      Dann wünsche ich euch „Guten Appetit“!
      Stefanie

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