Gedankenkarussell

Warum, wer und wieso nachhaltig Leben?

Hallo du,

schön, dass du hier bist. Ich bin Stefanie, 27 Jahre alt, Schauspielerin und bin nun ganz offiziell auf der Suche nach dem nachhaltigen Lebensstil.

Da du jetzt hier bist nehme ich an, du auch?

Hätte mir jemand vor fünf Jahren gesagt, dass mich nachhaltig Leben mal beschäftigen wird hätte ich ihn für blöd erklärt. Ich war ein Fastfood Fan, habe Vegetarier belächelt, kannte kein Bio, Öko war uncool, shoppen ein billiges Hobby und Nachhaltigkeit ein Fremdwort. Ich war kein schlechter Mensch und auch eigentlich schon immer sehr sensibel, aber ich wusste es eben nicht besser. Ich war nicht bewusst.

Wie alles begann…

Vor vier Jahren wollte ich mich dann bewusster ernähren. Dadurch stieß ich auf die vegane Bewegung vor allem durch Attila Hildmann (ja, über ihn kann man streiten, aber von ihm war mein erstes veganes Kochbuch…). Ich wurde neugierig und fing an mir das vegane Kochen beizubringen. Bis dahin beherrschten die Mikrowelle und Maggi und Co meine Kochkünste.  Von daher war es weniger eine Umstellung für mich sondern eher ein „Kochen lernen“.

Es blieb nicht aus, dass ich auch auf Veganer traf, die das ganze aus Ethischen und Umweltschutz Gründen taten. Und plötzlich war ich drin in dem Ganzen Chaos. Von Massentierhaltung und Milchkuhhaltung kam ich zu Monokulturen und Bodenverdichtung, zu Pestiziden und Bienensterben, zu Co2 Verschmutzung und Müllberge, Mikroplastik und leer gefischte Meere, Arbeiterausbeutung, … Diese Liste ließe sich immer weiter schreiben.

Zu dieser Zeit habe ich jede freie Minute genutzt um weiter im Internet zu recherchieren. Ich war geschockt von den unendlichen Möglichkeiten unsere Erde zu malträtieren. Und wurde immer unglücklicher darüber. Es schlichen sich langsam das Gefühl der Mutlosigkeit und der Gedanke „ich kann daran eh nichts ändern“ ein.  Ich machte erst mal weiter wie bisher. Nur ein bisschen veganer und mit einem unguten Gefühl.

Allmählich entdeckte ich immer mehr positive Nachrichten zwischen den Schreckensmeldungen. Menschen mit großartigen Ideen, die etwas bewirken wollen und mit Erfindungen die etwas ändern können. Upcycling, Repaircafes, Zero Waste, Regionale Projekte, Selber machen … Ich war begeistert! Es gibt sie also: Die coolen Ökos, Gutmenschen die etwas bewegen, ganz ohne Verzicht, ohne Biosandalen.

Selbst denken. Selbst handeln. = Nachhaltig Leben

Seit dem Lebe ich bewusster und entscheide mich jeden Tag aufs Neue ob ein Mensch, Tier oder die Natur unter meinen Entscheidungen leidet. Das bedeutet für mich nachhaltig Leben. Ich glaube daran, dass wenn jeder nur etwas bewusster Leben würde er ebenso handeln würde und jede kleine Entscheidung für die Umwelt kann etwas bewirken. Alleine unser Einkaufszettel ist jeden Tag ein Stimmzettel, mit dem wir zeigen können was wir unterstützen.

Wieso denn nun Fairflixt?

Es ist nicht immer einfach. Zum einen kommt man ständig vom Stöckchen aufs Steinchen und irgendjemand wird am Ende immer sagen, „aber wenn du über die Wiese gehst tötest du auch eine Ameise“ (jaja…)
Zum anderen möchte ich mein Leben genießen und erst recht auf nichts verzichten.

„Wenn du das Leben nicht genießt, was bringt es dann es retten zu wollen?“

Dieser Satz stammt aus diesem Buch. Er beruhigt mich und ist mir sehr wichtig. Ich möchte mein Leben genießen, ohne dass Leiden entsteht UND ohne ein schlechtes Gewissen, weil nicht alles auf einmal geht. Es ist ok den leckeren Kuchen meiner Mama zu essen, auch wenn er nicht vegan ist oder das Geschenk anzunehmen, auch wenn es eine Plastikverpackung hat. Da gibt es so einige Beispiele an denen mein Gedankenkarussell verzweifelt. Aber das ist OK. Step by Step.

Schön, dass du nun da bist. Geht es dir da ähnlich? Hast du für dich die ultimative Lösung gefunden?

Alles Liebe, Steffi

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2 Comments

  • Reply Carina 4. Juli 2016 at 03:46

    Sehr schön beschrieben und ich kann mich absolut anschließen. McDonalds war mein zweites Zuhause und Plastik wurde in Massen statt in Maßen benutzt.
    Manchmal denke ich mir, wir müssen alle ein bestimmtes Alter erreichen, damit uns die Augen aufgehen. Schade eigentlich, aber besser spät als nie.
    Liebe Grüße,
    Carina

    • Reply Stefanie 5. Juli 2016 at 18:36

      Liebe Carina,
      danke für deinen schönen Kommentar!
      Und ja: Besser spät als nie.
      Alles Liebe,
      Stefanie

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